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Was ist Autogas?

 

Autogas ist Flüssiggas (ein Gemisch aus Propan und Butan), also ein Kohlenwasserstoff, der unter relativ geringem Druck verflüssigt werden kann. Danach nimmt Autogas nur etwa 1/260 seines gasförmigen Zustands ein. Die Verflüssigung erfolgt ohne großen technischen Aufwand und somit kostengünstig. Es zeichnet sich durch einen hohen Energiegehalt aus, verbrennt schadstoffarm und lässt sich gut lagern.

Eine der vielen Anwendungsmöglichkeiten ist der Antrieb von Verbrennungsmotoren. Es eignet sich als Kraftstoff ebenso gut wie Benzin, Diesel oder Erdgas. Autogas besitzt eine hohe Klopffestigkeit und macht damit den Zusatz von Additiven unnötig.

 

Welche Vorteile hat ein Autogas Fahrzeug?

Autogas entlastet die Umwelt

- Durch die europaweite Regelung der Qualitätsanforderungen kann man in jedem Land

  problemlos Autogas tanken.

- Der Motor läuft durch die saubere Verbrennung des Gas-/Luftgemisches  weicher,

  wodurch der Verschleiß verringert wird.

- Autogasfahrzeuge fahren umweltschonender.

- Die Kraftstoffkosten betragen nur etwa die Hälfte von Benzin.

- Bei mit Autogas betriebenen Fahrzeugen treten Schadstoffe wie Schwefeldioxid,

  Ruß und andere luftverunreinigende Partikel praktisch nicht auf.

- Der Ausstoß gesundheitsschädlicher Abgasbestandteile wie Benzol, Aldehyd und

  Kohlenwasserstoff wird deutlich gesenkt.

- Fahrzeuge mit Autogas emittieren gegenüber Benzinfahrzeugen wesentlich weniger Treibhausgas CO2.

 

Welche Gasfahrzeuge gibt es?

 

· Gasfahrzeuge mit Flüssiggasantrieb (Autogas LPG)

· Gasfahrzeuge mit Erdgasantrieb (CNG)

· Gasfahrzeuge mit Biogas (erst in der Versuchsphase)

 

 

Wodurch unterscheiden sich diese Gasantriebe?

 

Autogas (LPG)

 

Autogas ist ein Propan/Butangemisch.

Wintergemisch 70/30

Sommergemisch 60/40

Es wird bei einem Druck von nur 6—8 bar in einem Autogastank gespeichert.

Der Prüfdruck der Autogastanks beträt dagegen 30 bar—also das vier bis fünffache des benötigten Druckes.

Das in Deutschland eingesetzte Autogas entstammt zu einem großen Teil aus der Nordseeförderung.

Butan und Methylpropan sind Flüssiggase, die bei der Erdöldestillation anfallen.

Sie kommen im Erdöl und Erdgas vor. Butan wird seit dem FCKW-Verbot als Treibgas in Sprays verwendet.

Beide Isomere werden als Brenngas in Tanks und Feuerzeugen, oft im Gemisch mit Propan, eingesetzt. Butan wird trotz der Brennbarkeit wieder im Kühlschrank als Kältemittel eingesetzt (Kältemittelbezeichnung Butan R600 Methylpropan R600a)

Erdgas (CNG)

 

Erdgas wird auf einen Druck von 200—250 bar verdichtet. Der Prüfdruck des Tanks beträgt daher mindestens 600 bar.

 

Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen mit Erdöl auf,

da es auf ähnliche Weise entsteht. Erdgase bestehen hauptsächlich aus Methan,

unterscheiden sich aber in ihrer weiteren chemischen Zusammensetzung.

 

Biogas

 

Als Biogas wird im allgemeinen ein Gemisch aus den Hauptkomponenten Methan und Kohlenstoffdioxid bezeichnet,

welches in speziellen Biogasanlagen produziert wird. Gleichwertige Gase, die aber als Nebenprodukte entstehen wie

Deponiegas in Mülldeponie oder Klärgas in Kläranlage werden manchmal

(vor allem dann, wenn diese weiterverarbeitet werden) auch unter diesem Begriff zusammengefasst.

Chemisch gesehen ist Biogas identisch mit Faulgas, welches bei der anaeroben (sauerstofffreien) Vergärung von organischem Material entsteht. Obwohl auch andere Gase (beispielsweise Wasserstoff) biologischen Ursprungs sind, werden diese nicht als Biogas bezeichnet. Der wertgebende Anteil, der energetisch genutzt wird, ist das Methan.

Daneben enthält es je nach Ausgangsbedingungen geringe Mengen an Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Wasserstoff (H2), Stickstoff (Distickstoff N2) und Spuren von niederen Fettsäuren und Alkoholen.

 

Welcher Gasantrieb ist am weitesten verbreitet?

 

Das ist der Flüssiggasantrieb. Er wird schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Aus diesem Grund ist Autogas auch der weltweit am verbreitetsten alternative Kraftstoff. In Europa gibt es mehr als 5,5 Millionen Kraftfahrzeuge und täglich werden es mehr! Dazu kommt noch der Einsatz in Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs.

 

Seit wann gibt es Autogas?

 

* 1862 baute Étienne Lenoir das erste Gasmotorenfahrzeug, noch bevor es Benzin- und Dieselfahrzeuge gab.
* 1862 arbeitete Nicolaus August Otto auch an Experimenten mit Vierakter-Motoren.
* 1863 wurde die erste Gaskraftmaschine entwickelt.
* 1876 Entwicklung eines
Vierakter-Gasmotors mit Verdichtung eines Gas-Luftgemisches.

 

Im Laufe der Jahre begann eine immer stärker werdende weltweite Motorisierung und verschiedene Gasfahrzeuge wurden betrieben. Als Treibstoff diente u. a. Campinggas, Holzgas, Koksgas, Biogas, Erdgas

oder Stadtgas. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine große Nachfrage an Gaskraftstoffen.

 

Was bringt das Umsteigen auf Autogas?

 

Wer bei seinem Auto auf Gas als Kraftstoff umsteigt, hat zwei Vorteile: niedrigere Tankrechnungen und weniger Umweltbelastung. Dabei heißt es nicht entweder oder: Gas und Benzin können im Wechsel genutzt werden.

 

Was kostet das Ausrüsten auf Autogas?

 

Die Ausrüstungskosten auf Autogas betragen in Deutschland je nach Fahrzeugtyp zwischen 1.800 und 2.700 Euro. Bereits bei einer jährlichen Fahrleistung von 30.000 Kilometern amortisiert sich diese Investition bei einem Mittelklassewagen nach knapp zwei Jahren. Sie können sich am Amortisationsrechner auf Grundlage Ihrer eigenen Daten Ihren Amortisationszeitraum selbst errechnen.

 

Wo wird mein Auto auf Autogas ausgerüstet?

 

Nur zugelassene Fachbetriebe dürfen die Ausrüstung übernehmen. Der Einbau einer Autogasanlage muss von TÜV oder DEKRA überprüft und begutachtet werden. Die Autogasanlage wird danach in die KFZ - Papiere ( KFZ - Brief und KFZ - Schein! ) eingetragen.

Wir als China Motor Schwedt besitzen alle erforderlichen Zulassungen und Genehmigungen Ihr Fahrzeug umzurüsten!

 

Wie funktioniert Autogastechnik eigentlich?

 

Einfach! Hinsichtlich ihrer Kraftstoffversorgung lassen sich Autogasfahrzeuge in zwei Gruppen einteilen : monovalente Fahrzeuge, die ausschließlich mit Flüssiggas fahren (dies sind vor allem Busse und Lkw) und bivalente Fahrzeuge, die neben Gastank über einen Benzintank verfügen und somit beide Kraftstoffarten nutzen können. Autogas bietet den Vorteil, dass es in allen Otto - Motoren auf einfache Weise eingesetzt werden kann. Dies ermöglicht den Antrieb wahlweise mit Autogas oder Benzin ( sog. bivalenter Antrieb ). Per Knopfdruck kann auch während der Fahrt von Autogas - auf Benzinbetrieb gewechselt werden. Der bivalente Antrieb garantiert somit eine deutlich größere Reichweite. Ein Pluspunkt, der in der gegenwärtigen Aufbauphase des Autogastankstellennetzes einen besonderen praktischen Wert hat.

 

Bei der Ausrüstung wird mittels eines speziellen Einbausatzes in einem serienmäßigen Benzinfahrzeug die zusätzliche Nutzung von Autogas ermöglicht. Der Benzinbetrieb bleibt davon unberührt. Wichtigstes

Kriterium für eine bivalente Autogasanlage ist, dass sie mit der in dem umzurüstenden Benzinfahrzeug jeweils eingesetzten Kfz - Technologie kompatibel ist. Die am Markt vorhandenen Autogassysteme lassen sich in einem Schritt in so genannte Venturisysteme (selbstansaugende Systeme) und VSI-Systeme (Einspritzsysteme) unterteilen.

 

Wird der Kofferraum kleiner?


Nicht unbedingt, denn die Tanks können innerhalb des Fahrzeuges, z. B. in der Reserveradmulde im Kofferraum, oder als Unterflurtanks montiert werden. Autogas wird unter verhältnismäßig geringen drücken von ca. 8 bar im Autogastank gespeichert ( zum Vergleich : Erdgas bis 250 bar ). Dies ermöglicht schon mit relativ kleinen Autogastanks große Reichweite.

 

 

Wie weit kommt man mit einer Autogasfüllung


Mit den gängigen Tankgrößen lassen sich je nach Fahrweise und Fahrzeugtyp problemlos 400 bis 600 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen. Bei bivalenten Autogasfahrzeugen ( Autogas und Benzin ) verdoppelt sich die Reichweite, also auf bis zu 1200 Kilometer.

 

Wo wird das Autogas eingefüllt ?


Wie Benzin wird Autogas in Tanks gefüllt. Als Kraftstofftanks werden spezielle Autogastanks - im Allgemeinen Stahlbehälter - verwendet, die mit entsprechenden Absperr- und Sicherheitseinrichtung ausgerüstet sind.

 

Ist das Betanken schwierig?


Nein! Das Tanken von Autogas ist durch die Ausrüstung der Fahrzeuge eben so einfach wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Betankungszeiten sind sehr kurz und vergleichbar mit denen bei konventionellen Kraftstoffen.

 

Kann man beim Tanken etwas falsch machen?


Nein! Die Zapfsäulen für Autogas - und Erdgastankstellen sind eindeutig gekennzeichnet und haben unterschiedliche Einfüllventile, damit wird eine Verwechslung ausgeschlossen.

 

Muss ich an der Zapfsäule von Kilogramm auf Liter umrechnen?


Autogas ist flüssig, daher wird es - im Gegensatz zu Erdgas - Kraftstoff - ganz wie Sie es gewohnt sind, in Litern angezeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fahrzeuge mit Holzvergaser